Mit Hunden alt werden

Mit Hunden alt werden

ID 99422851 © Szabolcs Stieber | Dreamstime.comDank medizinischer Fortschritte leben heutzutage nicht nur wir Menschen, sondern auch unsere geliebten Vierbeiner viel länger als je zuvor. Zwischen den Jahren 1982 und 1996 stieg die allgemeine Lebenserwartung von Hunden sogar um ganze zwei Jahre. Durch die verlängerte Lebensdauer haben ältere Hunde jedoch mit ganz anderen Alterserscheinungen und altersbedingten Krankheiten zu kämpfen als früher. Zudem sollten sich Hundebesitzer nicht nur auf die Tiermedizin verlassen, sondern selber aktiv dafür sorgen, dass ihr Senior auf vier Beinen die Aufmerksamkeit und Pflege bekommt, die er im „Rentenalter“ benötigt.

Wann ist mein Hund alt?

Das Höchstalter eines Hundes hängt zunächst von der jeweiligen Rasse ab. Viele rechnen das Alter ihres besten Freundes mittels einer Formel in unser Menschenalter um, damit sie eine leise Ahnung vom „gefühlten Alter“ ihres Hundes bekommen. Als Faustregel entspricht hier ein Hundejahr rund sieben Menschenjahren. Dass dies aber nur ein grob geschätzter Wert ist, zeigt das folgende Beispiel: Ein einjähriger Dackel ist bereits zwölf Menschenjahre alt, während ein Lebensjahr eines Labradors sogar 17 Menschenjahren entspricht. In der Regel werden große und schwere Hunde nicht so alt, wie ihre kleinen Brüder. Daher ist eine stattliche Deutsche Dogge im Alter von sechs Jahren bereits ein Senior, während ein 9-jähriger Terrier ohne jegliche Alterserscheinungen durch Wald und Wiese toben kann.

Kopftraining ist wichtig

Nichts ist schlimmer als Langeweile. Glücklicherweise gibt es für uns Menschen mittlerweile jede Menge Möglichkeiten, unsere Gehirnaktivität aktiv zu stimulieren und unser Gedächtnis zu fördern. Dank des Internets haben wir Zugang zu unzähligen Spielen und Apps, die strategisches Denken erfordern. Wir sind zum Beispiel in der Lage, ein virtuelles Online-Casino zu besuchen, um unsere Fähigkeiten im Black Jack oder Poker zu trainieren. Auch Hunde können von modernster Technologie profitieren. Vor nicht allzu langer Zeit brachte die Firma CleverPet eine innovative Play Station für Hunde auf den Markt. Der „elektronische Spiel- und Denkplatz“ trainiert die problemlösenden Fähigkeiten der Vierbeiner und das sogar, wenn Herrchen oder Frauchen nicht zuhause ist.

Körperlich aktiv bleiben

Damit der beste Freund des Menschen so lange wie möglich mobil bleibt, braucht er regelmäßig Bewegung. Gerade wenn ein älterer Hund schwerfällig und träge erscheint, sollte man vor dem Füttern Kommandos wir „Sitz“ und „Komm her“ immer wieder üben. Das wiederholte Setzen und Aufstehen fördert nämlich die Gesundheit von Muskeln und Gelenken. Auch das tägliche Massieren hilft dabei, Stress abzubauen und unterstützt die Muskelfunktion. Der angenehme menschliche Kontakt stärkt dabei die Verbindung zwischen Hund und Mensch und gibt besonders dem Hund das Gefühl, trotz eingeschränkter Mobilität umsorgt und geliebt zu werden. Damit sich die Gelenkflüssigkeit in den Gelenken des Hundes nicht verdickt, können auch schonende Übungen durchgeführt werden, die die Bewegungsfreiheit des Tieres gezielt fördern. Das wiederholte und sanfte Ausstrecken (nicht Ziehen!) der Beine eignet sich hier besonders gut.

Altersgemäße Ernährung

Die sogenannte Arthrose ist nicht nur unter uns Menschen eine altersbedingte Volkskrankheit. Haben ältere Hunde ein paar Pfunde zu viel auf den Rippen, belastet dies die Gelenke. Gerade wenn sich das Tier weniger bewegt als früher und sich der Stoffwechsel verlangsamt, muss daher auf eine altersgemäße Kost geachtet werden. Spezielles Futter für Hunde-Senioren enthält in der Regel weniger Fett und mehr Ballaststoffe. Diese halten den Vierbeiner nicht nur länger satt, sondern fördern auch eine gesunde Darmtätigkeit. Da nun auch das Immunsystem richtig gestärkt werden muss, enthalten Futtersorten für ältere Tiere auch mehr Vitamine und Spurenelemente. Leidet der Hund an Appetitlosigkeit und nimmt ab, kann dies mit einem nachlassenden Geruchssinn, schmerzenden Zähnen oder inneren Erkrankungen zu tun haben. Ein Tierarztbesuch ist hier unumgänglich.

Richtiges Zubehör

Um das Leben eines älter werdenden Hundes so angenehm wie möglich zu gestalten, sollten Herrchen und Frauchen ihre Wohnungseinrichtung altersgemäß anpassen. Hat das Tier zum Beispiel Schwierigkeiten, auf das Lieblingssofa zu springen, können kleine, gepolsterte Treppenelemente sofortige Abhilfe schaffen. Um ein permanentes Liegen auf dem Boden zu unterbinden und Bewegung zu fördern, ist es auch durchaus ratsam, Fress- und Wassernapf mithilfe eines Gestells anzuheben. Trotz aller Tricks und Übungen, fällt es jedoch jedem Hund irgendwann schwer, für längere Zeit auf den eigenen Beinen zu stehen. Entwickelt das Tier einen unsicheren Gang, sollten Hundehalter in ein gutes Hundegeschirr investieren. Dieses sorgt dafür, dass sich der Vierbeiner sicherer fühlt, da er im Zweifelsfall aufgefangen werden kann.

Genau wie wir Menschen auch, brauchen Hunde im Alter spezielle Pflege und Aufmerksamkeit. Nur mit der richtigen Ernährung, regelmäßiger Bewegung und sanfter Fürsorge sind die besten Voraussetzungen für ein glückliches, hohes Hundealter gegeben.

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