Zecken beim Hund

Zecken beim Hund

ID 128169365 © Tomasz Majchrowicz | Dreamstime.comSie sind lästige Plagegeister, sie sind verantwortlich für juckende und brennende Hautstellen und übertragen Krankheiten wie FSME und Borreliose: Zecken.

Ab dem Frühjahr lauern die winzigen Milben im Gras, an Waldrändern und auf Lichtungen. Wie Sie Ihren Hund vor den Parasiten schützen können, wann der Körper des Tieres nach Zecken abgesucht werden muss und wie Sie die Plagegeister entfernen, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Zecken: Gefährliche Blutsauger

Zecken sind blutsaugende Parasiten aus der Ordnung der Milbentiere. Die Lebensgrundlage der winzigen Tiere ist das Blut von Säugetieren. Nachdem sie auf den Körper ihres Opfers gelangt sind, saugen sie sich an der Hautoberfläche fest und saugen sich voll. Werden sie bei dieser Tätigkeit nicht gestört, können die Milben bis zum 200-fachen des eigenen Körpergewichtes zulegen. Die Gefahr einer gefährlichen Erkrankung wird umso größer, je länger die Zecke ungestört das Blut ihres Wirts saugen kann. Der Biss einer Zecke ist abgesehen vom Juckreiz und der Gefahr einer Entzündung harmlos. Gefährlich wird die Attacke durch Krankheitserreger, die viele dieser Milben auf den Wirtskörper übertragen.

Zeckenterrain: Hier lauern die Plagegeister

Für Hunde ist es praktisch unmöglich, typischem Zeckenterrain auszuweichen und auf diese Weise einer Begegnung mit den blutsaugenden Parasiten aus dem Weg zu gehen. Schuld daran ist der natürliche Bewegungsdrang der Tiere. Für die meisten Vierbeiner kommt es gar nicht Frage, auf befestigten Wegen und Straßen zu bleiben. Schnüffelnd erkunden Sie ihre Umgebung und machen auch vor Wiesen, Unterholz und Waldrändern nicht Halt. Bei ihren Ausflügen in die Natur dringen Hunde in das Zeckenterrain ein. Die Blutsauger lauern auf Wiesen im Stadtpark, auf Lichtungen, an Waldrändern, in der Uferböschung von Flüssen und Seen, auf Rastplätzen und am Wegesrand. Ihnen aus dem Weg zu gehen ist praktisch unmöglich. Die Saison für die Blutsauger beginnt allgemein im März mit den steigenden Temperaturen und zieht sich bis Ende Oktober hin.

Gefährliche Krankheiten durch Zeckenbiss

Die eigentliche Gefahr bei einem Zeckenbiss ist die Möglichkeit der Übertragung einer gefährlichen Krankheit. Die Tiere selbst sind gegen die Krankheiten immun und fungieren lediglich als Überträger zwischen den Wirten. Glücklicherweise vergehen in der Regel einige Stunden, bis die Krankheitserreger in das Blut des Wirtstieres gelangen. Die Milben können folgende fünf Krankheiten übertragen:

  • FSME
  • Borreliose
  • Babesiose
  • Anaplasmose
  • Ehrlichiose

Weit verbreitet ist in heimischen Gefilden die Borreliose. Experten gehen davon aus, dass jede dritte Zecke den Krankheitserreger in sich trägt. Zwar führt nicht jeder Kontakt mit einer infizierten Zecke zwangsläufig zu einer Erkrankung, doch das Risiko steigt, je länger die winzigen Parasiten das Blut des Opfers saugen können. Auch mit der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) können sich Hunde nach einem Zeckenbiss infizieren. Dabei handelt es sich um eine Hirnhautentzündung, deren Symptome sich oft erst spät zeigen.

Zeckenschutz als Präventivmaßnahme

Am besten ist es, den Vierbeiner bereits vor dem Ausflug in die freie Natur zu schützen. Im Fachhandel sind spezielle Präparate erhältlich, die mehrheitlich als Spray angeboten werden. Dabei handelt es sich um Insektenschutzmittel für Hunde, die auf den Körper aufgesprüht werden. Allerdings sollten die Zeckenschutzmittel sparsam eingesetzt werden, denn die darin enthaltenen Insektizide können durch die Haut in die Körperzellen eindringen und sich dort ablagern. Eine Alternative ist ein Zeckenhalsband, das dem Vierbeiner vor der Gassirunde angelegt wird. Die enthaltenen Wirkstoffe werden nach und nach freigesetzt und sollen die Plagegeister davon abhalten, sich auf dem Hundekörper niederzulassen. Neben Zeckenschutzmitteln mit chemischen Inhaltsstoffen sind mittlerweile auch Präparate auf rein pflanzlicher Basis erhältlich.

Absuchen nach jedem Spaziergang

Um sicher zu gehen, dass der vierbeinige Begleiter nicht von einer Zecke befallen wurde, sollte der Körper nach jeden Aufenthalt in der freien Natur abgesucht werden. In der Regel werden Hunde direkt nach dem Kontakt mit den Parasiten gebissen, ohne dass diese lange durch das Fell krabbeln. Am häufigsten sind Zecken aus diesem Grund im Nackenbereich, auf dem Kopf, an den Schultern und im Brustbereich zu finden. Das schnelle Auffinden einer Zecke vermindert auch das Risiko einer Krankheitsübertragung. Die meisten Erreger benötigen 16 bis 23 Stunden, um von der Milbe in die Blutbahn des Wirtes zu gelangen.

Zecken fachgerecht entfernen

Haben alle Präventionsmaßnahmen nicht genutzt und ein blutsaugender Parasit hat sich trotzdem an der Hundehaut festgesaugt, muss die Zecke fachgerecht entfernt werden. Wichtig ist, dass die Milbe vollständig, also inklusive Kopf, Biss- und Saugwerkzeugen herausgehoben wird. Dies gelingt mit speziellen Hilfsmitteln wie einer Zeckenzange, einer Zeckenschlinge oder einer Zeckenkarte. Das gebräuchlichste Werkzeug zum Entfernen der Plagegeister ist die Zeckenzange. Sie wird senkrecht über der Zecke positioniert und anschließend so angelegt, dass die Greifwerkzeuge die Haut unter der Milbe berühren. Danach wird sie fest verschlossen und die Zecke wird durch sanfte Zieh- und Drehbewegungen angehoben und entfernt.

Zecken restlos entsorgen

Nach dem Entfernen der Zecke muss der Parasit mit brachialer Gewalt abgetötet werden. Das bloße Hinunterspülen im Abfluss bringt wenig, denn Zecken überleben auch in dieser lebensfeindlichen Umgebung mühelos einige Tage oder Wochen. Idealerweise wird der Parasit mit einem harten Gegenstand zerquetscht, nachdem er in Küchenpapier eingeschlagen wurde. Eine zweite Option ist das Ertränken in einer Lösung mit einem mindestens 40-prozentigen Alkoholanteil.

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